Buch & Lesungen

Es sind die Zufälle des Lebens. Plötzlich triffst du einen Menschen, der dich auf besondere Weise berührt. Es ist Sigrid Klemm, geboren im Kriegswinter 1941 in Chemnitz.

Ich habe sie 2018 bei den Dreharbeiten zur Dokumentationsreihe „Die letzten Zeugen“ kennengelernt. Als überlebende des Krieges hat sie im Film erzählt, wie sie die Zerstörung unserer Stadt am 5. März 1945 erlebt hat. Gerettet aus Trümmern, eingehüllt in eine schwere Decke, auf die herabfallende Ascheglut zischte. So entkam sie der Flammenhölle. Damals war sie gerade mal vier Jahre alt.

Bei unseren Gesprächen spürte ich das nicht verarbeitete Trauma und blieb mit ihr verbunden, um sie auf ihrem Weg der Bewältigung zu begleiten. Als 2020 Corona kam, brach für sie erneut eine Welt zusammen. Alte Erinnerungen wurden wachgerufen und sorgten für Unruhe.

Ich ermutigte sie zu schreiben und zu malen, um diese Zeit zu dokumentieren. Unser Kontakt beschränkte sich nur aufs Telefon. Aber ich hörte an ihrer Stimme, dass ihr das künstlerische Schaffen Kraft gab, denn sie hatte ein klares Ziel vor Augen.

Bei einem persönlichen Treffen im Sommer 2020 schenkte mir Sigrid ein Gedicht. Es heißt: „Kultursicht“. Die Idee für das Buch war geboren.
„Maskenball
Wie ein Virus die Welt verändert
Zeitgeschichte in Kunst & Poesie“

Dieses Buch können Sie bestellen unter: buch@conny-hartmann.de

Dieses Buch entstand durch die Unterstützung des Sonderprogramms „In der Krise sichtbar und hörbar bleiben“ der Stadt Chemnitz.